Strände auf Usedom – Die schönsten Strandabschnitte im Überblick
Über 40 Kilometer Sandstrand von Peenemünde bis zur polnischen Grenze – und mittendrin die Frage, die sich jeder Gast irgendwann stellt: Wo genau darf der Hund hin? Wo bekomme ich einen Strandkorb? Und was bedeutet eigentlich die Nummer auf dem Schild am Strandaufgang?
Dieser Ratgeber beantwortet genau das. Er beschreibt nicht, wie schön die Strände sind – das sehen Sie selbst. Er sagt Ihnen, welcher Abschnitt was bietet, wo die Grenzen verlaufen und welche Regeln wann gelten.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Länge: über 40 km Sandstrand auf der deutschen Inselseite, von Peenemünde bis Ahlbeck
- Orientierung: Jeder Strandaufgang hat eine Nummer – sie ist die verlässlichste Ortsangabe am Strand
- Hunde: rund zehn ausgewiesene Hundestrände, in der Hauptsaison die einzigen erlaubten Abschnitte
- FKK: etwa zehn ausgewiesene Bereiche, verteilt von Karlshagen bis Ahlbeck
- Strandkörbe: allein in den Kaiserbädern rund 4.000 Körbe von knapp 40 Vermietern
- UsedomCard: in allen Seebädern Pflicht, auch für Tagesgäste – am Strand mitführen; für Hunde fällt keine Abgabe an
- Parken: öffentliche Parkplätze in den Kurbädern kostenpflichtig – in Strandnähe teils nur zwei Stunden erlaubt
- Wassertemperatur: Juli/August 17–19 °C, September noch 15–16 °C
Strandaufgänge auf Usedom: Was die Nummern bedeuten
Das ist der Schlüssel zur ganzen Insel, und kaum ein Reiseführer erklärt ihn: Jeder Strandaufgang auf Usedom trägt eine Kennung aus Zahl und Buchstabe – 5C, 6H, 8R, 10J. Die Zahl steht für die Gemeinde, der Buchstabe für den einzelnen Aufgang innerhalb des Ortes, durchnummeriert entlang der Küste.
Diese Kennung steht auf dem Schild am Aufgang, auf den Rettungstürmen und auf den Ortsplänen der Kurverwaltungen. Sie ist deshalb die einzige Angabe, mit der Sie am Strand zuverlässig navigieren – und die einzige, mit der sich Hundestrände und FKK-Bereiche präzise beschreiben lassen. Ein Satz wie „der Hundestrand liegt zwischen Bansin und Heringsdorf" hilft Ihnen am Strand wenig. „Zwischen den Aufgängen 6H und 6I" dagegen sofort.
Drei praktische Konsequenzen:
- Merken Sie sich beim Betreten die Nummer Ihres Aufgangs. Nach zwei Kilometern Spaziergang sehen alle Dünenübergänge gleich aus.
- Bei einem Notruf ist die Aufgangsnummer die schnellste Standortangabe, die Sie durchgeben können.
- Wenn Sie einen Strandkorb reservieren, geben Sie den Aufgang an – die Vermieter haben feste Flächen, die sich daran orientieren.

Die Strandabschnitte von Nord nach Süd
Peenemünde und Kienheide – der unberührteste Abschnitt
An der Nordspitze endet die touristische Infrastruktur. Der Strand bei Kienheide ist naturbelassen: kein Strandkorbverleih, keine Rettungsschwimmer, keine Gastronomie. Vom Parkplatz Kienheide an der L264 sind es wenige Gehminuten durch den Kiefernwald. Für Hundebesitzer und alle, die Weite ohne Betrieb suchen, ist das der beste Abschnitt der Insel – für Familien mit kleinen Kindern der ungeeignetste, weil im Notfall niemand da ist.
Karlshagen – breit, ausgezeichnet, mit FKK
Bis zu 80 Meter breiter Strand, feiner Sand, Dünenlandschaft dahinter. Karlshagen ist mit der Blauen Flagge ausgezeichnet, dem internationalen Umwelt- und Servicesiegel für Badestellen. Die FKK-Bereiche liegen an den Aufgängen 10E, 10J und 10P – vor dem Dünencamp und am Aufgang zum Naturschutzzentrum, beide bewacht. Dazu kommt einer der beliebtesten Hundestrände der Insel und der größte Fischerei- und Yachthafen des deutschen Inselteils.
Trassenheide – der am besten erschlossene Strand
3,9 Kilometer Strand, 27 Strandaufgänge, davon zwei barrierefrei, und 1,6 Kilometer davon werden von der DLRG bewacht. Zwei FKK-Bereiche liegen jeweils am Ortsrand, einer Richtung Karlshagen, einer Richtung Zinnowitz; erreichbar über den Ostseeküstenradweg und deutlich ausgeschildert. Drei Strandkorbvermieter teilen sich hier die Flächen. Trassenheide ist selten überlaufen – der Strand ist für die Besucherzahl schlicht zu lang.
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Zinnowitz – der aktivste Strand der Insel
Beachvolleyball, Surfen, Stand-Up-Paddling, dazu Seebrücke und Tauchgondel: Zinnowitz hat das größte Freizeitangebot direkt am Wasser. Der FKK-Bereich ist offiziell an den Abgängen 8R bis 8S ausgewiesen. Eine Besonderheit außerhalb der Saison: Seit 2002 findet hier im Januar das Winterstrandkorbfest statt – dann stehen die Körbe im Frost am Strand.
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Zempin – die schmalste Stelle der Insel
Zwischen Ostsee und Achterwasser ist Usedom hier nur wenige Hundert Meter breit – vom Strand zum Binnenwasser sind es zu Fuß wenige Minuten. Der Strand ist breit, von einer Dünenlandschaft begrenzt und einer der ruhigsten der Insel. Der FKK-Bereich liegt Richtung Koserow. Im Sommer bewacht.
Koserow – Steilküste und der barrierefreiste Strand
Der Streckelsberg schützt den Strand im Rücken, davor liegt einer der schönsten Abschnitte der Insel. Praktisch wichtig: Über 2,5 Kilometer sorgen Laufbretter dafür, dass auch Rollstuhlfahrer den Strand befahren können – das ist die längste barrierefreie Strandstrecke auf Usedom. Der FKK-Bereich liegt auf Höhe des Autokinos, mit Imbiss und Toiletten, und ist bewacht. Nach Herbststürmen ist Koserow außerdem die ergiebigste Bernsteinfundstelle der Insel.
Kölpinsee, Stubbenfelde und Loddin
Ein Binnensee wenige Hundert Meter hinter der Düne, davor der Ostseestrand: Diese Kombination gibt es auf Usedom nur hier. Der Hundestrand liegt an den Aufgängen 5C und 5F, der FKK-Bereich in Stubbenfelde – mit Imbiss, Toiletten und Bewachung, was für einen FKK-Abschnitt eher die Ausnahme ist.
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Ückeritz – sieben Kilometer am Stück
Der längste zusammenhängende Ortsstrand der Insel. Auf sieben Kilometern ist Platz für drei getrennte FKK-Bereiche: einer auf Höhe der Reha-Klinik, zwei in der Nähe des Campingplatzes. Weite Teile sind unbewacht – wer mit Kindern schwimmen geht, sollte den Hauptzugang wählen, dort gibt es auch Strandkorbvermietung und Gastronomie. Direkt am Strand liegt das Strandcafé Utkiek.
Zwischen Ückeritz und Bansin: kein Ortsstrand
Hier liegt die längste unerschlossene Küstenstrecke der Insel – Küstenwald, Steilküste, keine Aufgänge, keine Infrastruktur, keine Bewachung. Für lange Strandwanderungen ist das der schönste Abschnitt Usedoms. Planen Sie Wasser und feste Schuhe ein, und beachten Sie, dass Sie hier auf mehreren Kilometern keinen Ausstieg und keinen Handyempfangs-Garantie haben.
Bansin – das ruhigste Kaiserbad
Kleiner, ruhiger und waldnäher als seine beiden Nachbarn, mit sehr flachem Wassereinstieg. Der FKK-Bereich liegt am Ende der Promenade, dort wo die Steilküste beginnt – unbewacht. Der große Hundestrand Richtung Heringsdorf beginnt gleich östlich.
Heringsdorf – Hauptstrand und Sportstrand
Wichtig zu wissen: Der Heringsdorfer Strand teilt sich in zwei Bereiche. Westlich der Seebrücke liegt der Hauptstrand mit Strandkörben und Promenadenbetrieb, östlich davon der Sportstrand mit Volleyball, Trampolin, Rutsche, Tretbootverleih und Wassersportangeboten. Wer Ruhe sucht, geht nach Westen; wer Kinder beschäftigen muss, nach Osten. Die 508 Meter lange Seebrücke und der größte Strandkorb der Welt liegen dazwischen. Direkt am Strand liegt auch die Anlage Gorki Park – von dort sind es ein paar Schritte über die Promenade, ohne Parkplatzsuche und ohne Anfahrt.
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Ahlbeck – bis an die Grenze
Breiter, besonders heller Strand, bewacht, mit der ältesten Seebrücke Deutschlands als Wahrzeichen. Von hier führt die Europapromenade weiter bis ins polnische Swinemünde. Der Hundestrand liegt an den Aufgängen A1 bis A3 und E nahe der Grenze und ist vom Grenzparkplatz aus zu Fuß erreichbar. Der FKK-Bereich liegt am äußersten Ende der Promenade Richtung Swinemünde.
Hundestrände auf Usedom – wo genau
Usedom hat rund zehn ausgewiesene Hundestrände, verteilt über die gesamte Küste. In der Hauptsaison sind das die einzigen Strandabschnitte, an denen Hunde tagsüber erlaubt sind.
- Peenemünde / Kienheide – naturbelassen, der ruhigste; Zugang über den Parkplatz Kienheide an der L264
- Karlshagen – breit, sehr gute Wasserqualität, gut vom Ortskern erreichbar
- Trassenheide – ausgewiesen und klar beschildert, dadurch wenig Konflikte mit anderen Gästen
- Zinnowitz und Zempin – jeweils am Ortsrand
- Koserow – kombinierbar mit der Bernsteinsuche an der Steilküste
- Kölpinsee – Aufgänge 5C und 5F, fußläufig vom Bernsteinquartier
- Ückeritz – an der Steilküste, direkt neben dem Strandcafé Utkiek
- Bansin / Heringsdorf – Aufgänge 6H und 6I am Sackkanal, einer der größten der Insel
- Ahlbeck – Aufgänge A1–A3 und E, nahe der polnischen Grenze
In den Kaiserbädern gilt an allen vier dortigen Hundestränden Leinenpflicht, und an den öffentlichen Toiletten stehen Spender mit kostenlosen Hundetüten. Alle Regeln im Detail: Urlaub mit Hund auf Usedom.
FKK-Strände auf Usedom
Freikörperkultur hat auf Usedom eine lange Tradition, und die ausgewiesenen Bereiche summieren sich auf rund neun Kilometer Küste. Von Nord nach Süd:
- Karlshagen: vor dem Dünencamp und am Aufgang zum Naturschutzzentrum (Aufgänge 10E, 10J, 10P) – bewacht
- Trassenheide: zwei Bereiche am Ortsrand, Richtung Karlshagen und Richtung Zinnowitz – unbewacht
- Zinnowitz: Abgänge 8R bis 8S – bewacht
- Zempin: Richtung Koserow
- Koserow: auf Höhe des Autokinos, mit Imbiss und Toiletten – bewacht
- Stubbenfelde / Kölpinsee: mit Imbiss und Toiletten – bewacht
- Ückeritz: drei Bereiche – einer auf Höhe der Reha-Klinik, zwei am Campingplatz – unbewacht
- Bansin: am Ende der Promenade, wo die Steilküste beginnt – unbewacht
- Ahlbeck: am Promenadenende Richtung Swinemünde
Maßgeblich ist immer die Beschilderung vor Ort. Die Abschnitte sind gut markiert, die Übergänge zum Textilstrand aber fließend – ein Blick auf das Schild am Aufgang erspart Missverständnisse in beide Richtungen.
Strandkorb mieten auf Usedom – Anbieter und Ablauf
Der Strandkorb ist auf Usedom kein Deko-Element, sondern ein eigener Wirtschaftszweig: Allein in den Kaiserbädern stehen in der Saison rund 4.000 Strandkörbe, aufgestellt von knapp 40 gewerblichen Vermietern. Gefertigt werden sie zum Teil vor Ort – das Korbwerk in Heringsdorf ist Deutschlands älteste Strandkorbmanufaktur und hat auch den XXL-Strandkorb an der Seebrücke gebaut.
So funktioniert die Vergabe
Wichtig für die Planung: Jeder Vermieter hat eine fest zugewiesene Fläche am Strand. Sie mieten also nicht „irgendeinen Korb auf Usedom", sondern einen Korb bei dem Betrieb, der Ihren Strandabschnitt bewirtschaftet. Wer einen bestimmten Platz will – erste Reihe, in der Nähe eines bestimmten Aufgangs, im Windschatten der Seebrücke – muss beim richtigen Vermieter buchen. Deshalb ist die Angabe des Strandaufgangs bei der Reservierung so nützlich.
Wo Sie buchen können
- Direkt am Strand: Jeder Verleih hat eine Hütte an seiner Fläche. Außerhalb der Hochsaison ist das der einfachste Weg – morgens hingehen, Korb aussuchen, fertig.
- Online über Plattformen: Portale wie BeachNow und Strandbutler bündeln Vermieter mehrerer Usedomer Orte und lassen Körbe vorab reservieren.
- Direkt beim Vermieter: Viele Betriebe haben eigene Seiten und nehmen Reservierungen per Telefon oder Mail. Beispiele: Korbverleih Scheer und Korbverleih Erdmann in Heringsdorf, Strandkorbvermietung Bartusch in Zinnowitz unterhalb der Bernstein-Therme.
Was es kostet und wann Sie reservieren sollten
Die Preise unterscheiden sich je nach Ort, Lage und Saison. Als grobe Orientierung liegt die Tagesmiete im niedrigen zweistelligen Bereich, die Wochenmiete etwa beim Fünf- bis Sechsfachen eines Tages, und viele Vermieter geben Körbe auch stundenweise ab – praktisch, wenn Sie nur zwischendurch Windschutz brauchen. Manche Betriebe vermieten erst ab einer Mindestdauer von mehreren Tagen.
Reservieren müssen Sie realistisch nur im Juli und August, und dort vor allem in Heringsdorf und Ahlbeck. Im Mai, Juni und September bekommen Sie an fast jedem Abschnitt spontan einen Korb. Die Saison beginnt bei gutem Wetter schon zu Ostern.
Saisonale Regeln: Was wann gilt
Badesaison und Rettungsschwimmer
Von Frühjahr bis Herbst sind die Hauptstrände mit Rettungsschwimmern von DLRG, DRK oder ASB besetzt – zu Saisonbeginn nur einzelne Türme, im Hochsommer nahezu flächendeckend an den Ortsstränden. Naturstrände und die meisten FKK-Abschnitte bleiben ganzjährig unbewacht.
Die Flaggen am Rettungsturm bedeuten:
- Gelb-rot: Der Turm ist besetzt, Rettungsschwimmer sind im Dienst.
- Gelb: Warnstufe 1 – Kinder bis 14 Jahre und Nichtschwimmer dürfen nicht ins Wasser.
- Rot: generelles Badeverbot. Strömung und Wellen können lebensgefährlich sein.
Nicht an Buhnen und Seebrücken schwimmen – dort sind die Strömungen am stärksten.
Hunde am Strand
- 1. Mai bis 30. September: An den normalen Badestränden sind Hunde zwischen 8 und 20 Uhr nicht erlaubt. Vor 8 und nach 20 Uhr dürfen Sie dort mit angeleintem Hund spazieren gehen. An den ausgewiesenen Hundestränden ganztags erlaubt, mit Leine.
- 1. Oktober bis 30. April: Alle Strände sind mit angeleintem Hund zugänglich. Außerhalb der Orte ist an vielen Abschnitten auch Freilauf möglich – die Schilder vor Ort sind maßgeblich.
- Ganzjährig: Leinenpflicht in Ortschaften und auf der Promenade. In Dünen-, Brut- und Vogelschutzgebieten gelten Wegegebote, besonders im Frühjahr.
Strandkorbsaison
Die Körbe stehen typischerweise von Ostern bis in den Oktober am Strand, bei gutem Wetter auch früher. Im Winter lagern sie eingelagert – mit einer Ausnahme: Zum Winterstrandkorbfest in Zinnowitz kommen sie im Januar noch einmal an den Strand.
UsedomCard und Kurabgabe
In allen kurabgabeerhebenden Orten der Insel ist die Kurabgabe fällig – für Übernachtungsgäste wie für Tagesgäste. Als Nachweis erhalten Sie die UsedomCard: Übernachtungsgäste bekommen sie beim Vermieter, Tagesgäste in den Touristinformationen oder an den Kurkartenautomaten. Führen Sie die Karte am Strand mit – das Ordnungsamt kontrolliert.
Die Höhe unterscheidet sich nach Ort und Saison und wird üblicherweise pro Person und Übernachtung berechnet. Kinder unter sechs Jahren sind befreit und bekommen eine kostenfreie Karte. Für Hunde wird auf Usedom keine Kurabgabe erhoben – anders als in manchen anderen Ostseebädern.
Ein Vorteil, den viele Gäste nicht kennen: In Ückeritz, Loddin, Koserow, Zempin, Zinnowitz und Trassenheide ist die Bahnfahrt mit der UBB im aufgedruckten Gültigkeitsbereich der UsedomCard enthalten. In den Kaiserbädern und in Karlshagen gilt die Karte dagegen nicht automatisch als Bahnticket – dafür sind für Gäste der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf die Busse der Kaiserbäderlinie enthalten.
Parken am Strand – worauf Sie achten müssen
In den Kurbädern sind die öffentlichen Parkplätze in aller Regel kostenpflichtig, und in der Hauptsaison ist die Parkplatzsuche der unangenehmste Teil eines Strandtags. Wer mit dem Auto anreist, sollte drei Dinge wissen.
Die Zwei-Stunden-Falle in den Kaiserbädern
Die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf teilt ihre öffentlichen Parkflächen in drei Gebührenzonen. In der teuersten Zone – dazu gehören unter anderem die Parkflächen der Seestraße in Ahlbeck, der Friedensstraße in Heringsdorf und der Waldstraße in Bansin – sind die ersten 15 Minuten frei, danach wird viertelstundenweise abgerechnet, und ab der 61. Minute steigt der Tarif noch einmal.
Entscheidend ist aber nicht der Preis, sondern die Höchstparkdauer von zwei Stunden in dieser Zone. Ein Strandtag dauert länger. Wer direkt an der Promenade parkt, muss also entweder umparken oder riskiert ein Knöllchen. Für einen ganzen Tag am Wasser sind die großen Parkplätze am Ortsrand die richtige Wahl, nicht die Stellplätze in Strandnähe.
Die großen Parkflächen
- Ahlbeck: der große Grenzparkplatz Richtung Swinemünde, außerdem an der OstseeTherme und in der Lindenstraße
- Heringsdorf: das Parkhaus an der B111 und der Parkplatz am Bahnhof Heringsdorf
- Bansin: Parkhaus am Seepark, Schloonsee und Fischerweg – erfahrungsgemäß am schnellsten voll
Gut zu wissen: Wer am Parkplatz Bahnhof Heringsdorf das Bezahlen vor Ort verpasst hat, kann über die Website der Kaiserbäder nachzahlen, statt eine Verwarnung zu riskieren.
Drei Regeln, die Zeit sparen
- Früh oder spät kommen. Zwischen 10 und 15 Uhr ist in der Hochsaison in allen drei Kaiserbädern nichts frei. Vormittags vor 9 Uhr und ab dem späten Nachmittag entspannt sich die Lage deutlich.
- Fünf Minuten Fußweg einplanen. Viele Straßen in Strandnähe sind Anwohnerzonen. Wer bereit ist, ein paar hundert Meter zu laufen, findet fast immer schneller etwas als direkt an Promenade oder Seebrücke.
- Das Auto ganz stehen lassen. Die UBB hält in Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck, Zinnowitz, Koserow, Kölpinsee, Trassenheide und Karlshagen jeweils in Strandnähe. In Ückeritz, Loddin, Koserow, Zempin, Zinnowitz und Trassenheide ist die Bahnfahrt sogar in der UsedomCard enthalten.
Am entspanntesten ist es ohnehin, wenn die Unterkunft einen eigenen Stellplatz hat und der Strand zu Fuß erreichbar ist – dann stellt sich die Frage gar nicht erst.
Barrierefreie Strandzugänge
Zwei Abschnitte sind gezielt ausgebaut:
- Koserow: Auf über 2,5 Kilometern liegen Laufbretter, sodass Rollstuhlfahrer den Strand befahren können – die längste barrierefreie Strecke der Insel.
- Trassenheide: Zwei der 27 Strandaufgänge sind barrierefrei ausgeführt.
Darüber hinaus sind die Kaiserbäder-Promenade und die Seebrücken durchgehend eben und befestigt. Wer auf einen Strandrollstuhl angewiesen ist, sollte vorab bei der Kurverwaltung des Ortes anfragen – mehrere Gemeinden halten welche zum Verleih bereit.
Häufige Fragen zu den Stränden auf Usedom
Was bedeuten die Nummern an den Strandaufgängen auf Usedom?
Die Zahl steht für die Gemeinde, der Buchstabe für den einzelnen Aufgang entlang der Küste – zum Beispiel 5C in Kölpinsee, 6H zwischen Bansin und Heringsdorf oder 8R in Zinnowitz. Die Kennung steht auf den Schildern am Aufgang und ist die verlässlichste Ortsangabe am Strand, auch im Notfall.
Wo darf mein Hund auf Usedom an den Strand?
An rund zehn ausgewiesenen Hundestränden, unter anderem in Peenemünde (Kienheide), Karlshagen, Trassenheide, Zinnowitz, Zempin, Koserow, Kölpinsee (5C und 5F), Ückeritz, zwischen Bansin und Heringsdorf (6H und 6I) und in Ahlbeck (A1–A3 und E). Von Mai bis September sind das tagsüber die einzigen erlaubten Abschnitte; von Oktober bis April sind alle Strände mit angeleintem Hund zugänglich.
Wo gibt es FKK-Strände auf Usedom?
Ausgewiesene Bereiche gibt es in Karlshagen, Trassenheide, Zinnowitz (8R–8S), Zempin, Koserow, Stubbenfelde, Ückeritz (drei Abschnitte), Bansin und Ahlbeck – zusammen rund neun Kilometer Küste. Bewacht sind unter anderem die Bereiche in Karlshagen, Zinnowitz, Koserow und Stubbenfelde.
Wo kann ich auf Usedom einen Strandkorb mieten?
An allen Hauptstränden. Jeder Vermieter bewirtschaftet eine fest zugewiesene Fläche, Sie mieten also beim Betrieb Ihres Strandabschnitts. Reservieren lohnt sich vor allem im Juli und August – entweder direkt beim Vermieter oder über Portale wie BeachNow oder Strandbutler.
Ist der Strand auf Usedom kostenlos?
Der Zugang selbst kostet nichts, aber in allen Seebädern ist die Kurabgabe zu entrichten – auch von Tagesgästen. Als Nachweis dient die UsedomCard, die am Strand mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen ist. Kinder unter sechs Jahren sind befreit.
Muss ich für meinen Hund Kurabgabe zahlen?
Nein. Auf Usedom wird für Hunde keine Kurabgabe erhoben. In einigen anderen Ostseebädern ist das anders – hier fällt die Abgabe nur für Personen ab sechs Jahren an.
Welcher Strand ist der beste für Familien mit kleinen Kindern?
Bansin und Karlshagen haben besonders flachen Wassereinstieg. Heringsdorf ist wegen des Sportstrands östlich der Seebrücke die beste Wahl für größere Kinder. Wichtig in allen Fällen: einen bewachten Abschnitt wählen – die naturbelassenen Strände bei Peenemünde und die langen Abschnitte in Ückeritz sind es überwiegend nicht.
Wo kann ich am Strand parken und was kostet das?
Öffentliche Parkplätze in den Kurbädern sind in aller Regel kostenpflichtig. Wichtig für Tagesgäste: In der teuersten Gebührenzone der Kaiserbäder gilt eine Höchstparkdauer von zwei Stunden – für einen Strandtag reicht das nicht. Nutzen Sie stattdessen die großen Flächen am Ortsrand: Grenzparkplatz und OstseeTherme in Ahlbeck, Parkhaus an der B111 und Bahnhofsparkplatz in Heringsdorf, Seepark und Schloonsee in Bansin. In der Hochsaison lohnt es sich, vor 9 Uhr oder erst am späten Nachmittag zu kommen.
Welcher Strand ist barrierefrei?
Koserow mit über 2,5 Kilometern Laufbrettern und zwei der 27 Strandaufgänge in Trassenheide. Strandrollstühle halten mehrere Gemeinden bereit – vorab bei der Kurverwaltung anfragen.
Wie warm ist das Wasser auf Usedom?
Im Juni rund 14–15 °C, im Juli 17–18 °C, im August bis zu 19 °C, im September noch 15–16 °C. Angenehmes Schwimmen ist von Juli bis September möglich.
Wo ist der Strand auf Usedom am ruhigsten?
Zwischen Ückeritz und Bansin liegt die längste unerschlossene Küstenstrecke der Insel – Küstenwald, keine Aufgänge, keine Infrastruktur. Ebenfalls sehr ruhig: Kienheide bei Peenemünde und die Randbereiche von Trassenheide. In der Nebensaison von Oktober bis April hat man fast überall den Strand fast für sich.
Was ist der Unterschied zwischen Kurbadstrand und Naturstrand?
Kurbadstrände haben Strandkorbverleih, Rettungsschwimmer, Duschen, Umkleiden, Toiletten und Gastronomie und werden täglich gereinigt. Naturstrände haben nichts davon – dafür deutlich weniger Betrieb. Der entscheidende Unterschied ist nicht die Optik, sondern die Bewachung.
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Welcher Abschnitt zu Ihnen passt, hängt weniger vom Sand ab als von dem, was Sie am Strand vorhaben. Ein paar Anhaltspunkte:
- Heringsdorf – Seebrücke, Sportstrand, größte Auswahl an Strandkorbvermietern; die Anlage Gorki Park liegt direkt am Strand
- Bansin – ruhigstes Kaiserbad, flacher Einstieg, Hundestrand direkt nebenan
- Koserow – Steilküste, Bernstein, längste barrierefreie Strandstrecke
- Kölpinsee – See und Ostsee an einem Tag, Hundestrand fußläufig
- Karlshagen – breitester Strand, Blaue Flagge, ruhiger Inselnorden
- Zinnowitz – Wassersport, Seebrücke, Tauchgondel
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Unser Team in Bansin, Zinnowitz und Balm kennt die Abschnitte persönlich. Wenn Sie unsicher sind, welcher Strand zu Ihrem Urlaub passt – mit Hund, mit Kleinkind, mit Rollstuhl oder mit Surfbrett – rufen Sie an. Das geht schneller als jede Liste.
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