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06.10.25

Tierpark Wolgast

Ein Tipp, der in keinem Reiseführer steht, aber jeden Usedom-Urlaub entspannter macht: Der Tierpark Wolgast liegt nicht auf der Insel, sondern direkt davor – am Festlandsufer, kurz vor der Brücke. Damit ist er das einzige größere Ausflugsziel der Region, an dem Sie ohnehin vorbeifahren.

Tiergehege im bewaldeten Tierpark Wolgast

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Lage: am nördlichen Stadtrand von Wolgast im Waldgebiet Tannenkamp – auf dem Festland, kurz vor der Peenebrücke
  • Größe: rund zehn Hektar alter Baumbestand, nach Angaben des Trägervereins über 600 Tiere in mehr als 70 Arten
  • Dauer: zwei bis drei Stunden, mit Spielplatz und Bistro auch ein halber Tag
  • Hunde: angeleint erlaubt – anders als bei den meisten Ausflugszielen auf der Insel selbst
  • Saison: ganzjährig geöffnet, im Sommerhalbjahr länger als im Winter
  • Wetter: ein Waldpark – schattig bei Hitze, bei leichtem Regen gut geschützt, bei Dauerregen kein Indoor-Ersatz

Warum der Tierpark für Usedom-Gäste besonders praktisch liegt

Wolgast ist das Nadelöhr der Insel: Wer mit dem Auto anreist, fährt über die Peenebrücke, und wer mit der Bahn kommt, passiert den Bahnhof. Der Tierpark liegt wenige Minuten davon entfernt am nördlichen Stadtrand.

Das löst ein Problem, das fast jeder Feriengast kennt. Die Ferienwohnung wird vormittags frei, bezogen wird nachmittags – dazwischen liegen mehrere Stunden mit gepacktem Auto und, wenn Kinder dabei sind, wachsender Ungeduld. Ein Strandtag mit Koffern im Kofferraum funktioniert schlecht. Ein Waldtierpark mit Parkplatz, Spielplatz und Imbiss funktioniert sehr gut. Dasselbe gilt für den Abreisetag: erst noch einmal zwei Stunden Tiere, dann über die Brücke und nach Hause.

Eine Sache sollten Sie einplanen: Die Peenebrücke ist eine Klappbrücke und wird für den Schiffsverkehr geöffnet. Steht sie offen, stockt der Verkehr für einige Minuten – wer einen Zug erreichen oder eine Übergabezeit einhalten muss, plant besser einen Puffer ein. Die aktuellen Öffnungszeiten der Brücke finden Sie bei der Stadt Wolgast. Wie Sie am besten auf die Insel kommen, zeigt unser Ratgeber zur Anreise nach Usedom.

Was es zu sehen gibt

Der Tierpark ist kein Zoo im klassischen Sinn, sondern ein Waldpark: Die Gehege sind in einen alten, gewachsenen Baumbestand eingefügt, die Wege führen zwischen den Stämmen hindurch. An heißen Sommertagen ist das ein spürbarer Unterschied zu Anlagen auf offener Fläche – hier ist es schattig und kühl.

Zu sehen sind heimische Arten ebenso wie Tiere aus anderen Kontinenten: Rotwild, Waschbären, Stachelschweine, Silberfüchse, Frettchen, Esel und Ponys, dazu Bennett-Kängurus und Emus in einem gemeinsamen Gehege, Erdmännchen, Nasenbären und verschiedene Affenarten. Mehrere Anlagen sind begehbar – unter anderem das Affengehege mit Kattas und Weißgesichtmaki sowie die Bereiche von Waschbären, Stachelschweinen und Silberfüchsen.

Eine Besonderheit, die man dem kleinen Park nicht ansieht: Wolgast hat sich auf die Zucht Brauner Makis spezialisiert, einer Halbaffenart aus Madagaskar. Solche Zuchtprogramme sind der eigentliche Beitrag kleiner Tierparks zum Artenschutz – und der Grund, warum ein Zehn-Hektar-Park in Vorpommern über die Region hinaus bekannt ist.

Dazu kommen ein Naturlehrpfad, ein Informationshaus und eine Zooschule mit Programmen für Kindergruppen. In der Sommersaison gibt es kommentierte Schaufütterungen, bei denen die Pfleger erklären, was sie tun.

Mit Kindern im Tierpark Wolgast

Für Familien ist der Park aus drei Gründen dankbar. Erstens die Streichelgehege und begehbaren Anlagen: Kinder wollen Tiere nicht nur sehen, sondern anfassen, und das geht hier an mehreren Stellen. Zweitens die Spiel- und Klettermöglichkeiten samt Scooter-Bahn – wenn die Aufmerksamkeit für Gehege erschöpft ist, geht der Nachmittag trotzdem weiter. Drittens die Größe: Zehn Hektar sind groß genug für einen richtigen Ausflug und klein genug, dass niemand quengelt, bevor man durch ist.

Bestimmte Tiere dürfen zu festgelegten Zeiten selbst gefüttert werden, mit Futter aus dem Park. Dafür gelten Regeln zum Schutz der Tiere – mitgebrachtes Futter gehört nicht dazu. Auch Kindergeburtstage lassen sich auf dem Gelände feiern.

Was Sie mitbringen sollten: feste Schuhe. Es sind Waldwege, keine asphaltierten Zoopfade. Weitere Ideen für Familientage auf der Insel selbst finden Sie im Familienurlaub auf Usedom.

Mit Hund in den Tierpark

Das ist für viele unserer Gäste der entscheidende Punkt: Hunde dürfen mit, angeleint und im gesamten Park. Auf Usedom selbst ist das die Ausnahme – auf den Baumwipfelpfad, in die Schmetterlingsfarm Trassenheide und in die Tauchgondel Zinnowitz dürfen Hunde nicht. Wer mit Hund reist, hat auf der Insel bei schlechtem Wetter wenig Auswahl; der Tierpark Wolgast schließt genau diese Lücke.

Zwei Hinweise: Die Leine gilt überall, ohne Ausnahme – in einem Tierpark aus naheliegenden Gründen. Und rechnen Sie damit, dass manche Gehegebewohner auf einen Hund reagieren; an Streichelgehegen ist etwas Abstand für alle Beteiligten angenehmer. Alle Regeln für Hundegäste auf der Insel stehen im Beitrag Urlaub mit Hund auf Usedom.

Von Bürgern gebaut: die Geschichte des Parks

Der Tierpark ist keine touristische Gründung, sondern eine bürgerliche. Im Oktober 1960 begannen Wolgaster Einwohner in weitgehend freiwilliger Arbeit mit dem Bau im Tannenkamp – ohne die zuständige Genehmigung, die erst 1963 erteilt wurde, zwei Jahre nach der Eröffnung am 1. Mai 1961. Der Rostocker Zoo steuerte zwei Braunbären und einen Kragenbären bei, weitere Tiere kamen aus Leipzig.

Aus dem ersten Bärennachwuchs Mitte der 1960er Jahre entwickelte sich eine Zucht, die über Jahre Tiergärten in der gesamten DDR mit Nachkommen versorgte. Seit 1994 trägt ein Verein die Einrichtung, finanziert im Wesentlichen aus Eintrittsgeldern und Spenden. Wer heute durch den Park geht, sieht das an vielen Stellen – und versteht, warum Tierpatenschaften hier mehr sind als ein Souvenir.

Praktisches zum Besuch

Öffnungszeiten und Eintritt ändern sich saisonal und werden hier bewusst nicht genannt, damit Sie sich nicht auf veraltete Angaben verlassen. Der Park ist ganzjährig geöffnet, im Sommerhalbjahr deutlich länger als im Winter. Die aktuellen Zeiten und Preise stehen auf der Seite des Trägervereins unter tierparkwolgast.de.

Eine Regel lohnt sich zu merken: Der Park schließt 60 Minuten nach Kassenschluss. Wer kurz vor Kassenschluss kommt, hat also noch eine Stunde – für zehn Hektar allerdings knapp.

Verpflegung: Ein Bistro auf dem Gelände bietet Snacks, warme Gerichte und Getränke; die Currywurst wird von Gästen regelmäßig gelobt. Hunde dürfen auch dort hinein, Wassernäpfe stehen bereit.

Anfahrt: Der Park liegt am Tannenkampweg am nördlichen Stadtrand von Wolgast, Parkplätze sind vorhanden. Vom Bahnhof Wolgast ist er zu Fuß oder mit dem Stadtbus erreichbar.

Beste Zeit: Vormittags sind die Tiere aktiver und der Park leerer. Wer die Schaufütterungen erleben will, kommt in der Sommersaison und erkundigt sich vorher nach den Zeiten.

Häufige Fragen zum Tierpark Wolgast

Liegt der Tierpark Wolgast auf Usedom?
Nein. Wolgast liegt auf dem Festland, direkt gegenüber der Insel. Der Tierpark befindet sich am nördlichen Stadtrand im Waldgebiet Tannenkamp, wenige Minuten vor der Peenebrücke, über die der Verkehr auf die Insel führt.

Wie lange braucht man für den Tierpark Wolgast?
Für einen Rundgang über das rund zehn Hektar große Gelände sollten Sie zwei bis drei Stunden einplanen. Mit Spielplatz, Scooter-Bahn und Bistro füllt der Besuch gut einen halben Tag.

Darf man Hunde mit in den Tierpark Wolgast nehmen?
Ja, angeleint und im gesamten Park. Auch im Bistro sind Hunde erlaubt, Wassernäpfe stehen bereit. Das unterscheidet den Tierpark von den meisten Ausflugszielen auf Usedom selbst: In die Schmetterlingsfarm, auf den Baumwipfelpfad und in die Tauchgondel dürfen Hunde nicht.

Welche Tiere gibt es im Tierpark Wolgast?
Nach Angaben des Trägervereins leben dort über 600 Tiere in mehr als 70 Arten – darunter Rotwild, Waschbären, Stachelschweine, Silberfüchse, Bennett-Kängurus und Emus, Erdmännchen, Nasenbären, Esel, Ponys sowie mehrere Affenarten. Eine Spezialität des Parks ist die Zucht Brauner Makis, einer Halbaffenart aus Madagaskar.

Ist der Tierpark Wolgast im Winter geöffnet?
Ja, der Park ist ganzjährig geöffnet, im Winterhalbjahr mit kürzeren Zeiten als im Sommer. Die aktuellen Öffnungszeiten stehen auf der Seite des Trägervereins. Ein Winterbesuch lässt sich gut mit der Eisarena Heringsdorf verbinden.

Lohnt sich der Tierpark bei Regen?
Bei leichtem Regen ja – der alte Baumbestand schützt auf weiten Teilen der Wege, und die Tiere sind bei kühlem Wetter oft aktiver als in der Mittagshitze. Bei Dauerregen ist ein Tierpark allerdings kein Indoor-Ersatz; dann sind Thermen und Museen die bessere Wahl. Alle Regentipps für Usedom.

Was kostet der Eintritt in den Tierpark Wolgast?
Die Preise werden saisonal angepasst, deshalb nennen wir hier bewusst keine Beträge. Aktuelle Eintrittspreise, Ermäßigungen und Familienkarten finden Sie auf der Seite des Trägervereins unter tierparkwolgast.de.

Ihre Unterkunft auf Usedom – gleich hinter der Brücke

Wer den Tierpark auf dem Weg zur Unterkunft mitnimmt, ist danach schnell da: Von Wolgast sind es über die Brücke wenige Minuten bis Zinnowitz und Karlshagen, gut eine halbe Stunde in die Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck.

Bei myusedom24 finden Sie Ferienwohnungen und Ferienhäuser auf der ganzen Insel, viele davon hundefreundlich. Sagen Sie unserem Team in Bansin, Zinnowitz oder Balm einfach, wann Sie ankommen – wir sagen Ihnen, ob die Wohnung früher frei ist, und wenn nicht, wie Sie die Zeit bis zur Übergabe sinnvoll überbrücken.

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